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Winterreifen, brauche ich so etwas denn? Ich fahre doch sowieso nur so wenig, das passiert schon nichts. Das Geld spare ich und fahre vorsichtiger.
Das sind häufig vertretene Meinungen von Autofahrern die lieber an ihrer Sicherheit sparen, als etwas Geld zu investieren. Dabei vergessen sie aber, dass die Investition in einen Satz Winterreifen gar nicht so teuer ist wie man denkt. Optimalerweise entscheidet man sich für einen Komplettradsatz, denn 2x im Jahr einen Reifen umzuziehen schädigt ihn schon. Wenn man also im Herbst seine Räder tauscht, schont man logischerweise die eingelagerten Sommerräder. Es gibt ja keine Doppelnutzung :-) Somit hält der Sommersatz länger als bisher und man muss ihn später erneuern. Das einzige welches wirklich zusätzlich gekauft werden muss ist der Satz Felgen für die Winterreifen. Hier nimmt man normalerweise die kleinste zulässige Größe, denn je schmaler ein Winterreifen ist, umso besser seine Haftung. Anhängig vom Fahrzeugmodell sind Stahlfelgen recht preiswert. Auf zusätzlich Radkappen kann man über die Wintersaison auch verzichten und das Geld sparen.
Eine Alternative zu einem Satz klassischer Winterreifen kann auch ein Ganzjahresreifen sein. Er vereint Merkmale von Sommer- und Winterreifen. Ein Ganzjahresreifen wird gegen den Sommerreifen ausgetauscht – und das war es dann. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass ein Ganzjahresreifen ein Kompromiss zwischen Sommer- und Winterreifen ist. Die Fahreigenschaften sind im Sommer schlechter als bei einem reinen Sommerreifen und im Winter schlechter als bei einem reinem Winterreifen. Für Schneegebiete sind sie eher nicht zu empfehlen. Hier sollte man schon einen Winterreifen benutzen oder als nächsten Schritt die Schneekette…
Auch nicht vergessen sollte man, dass wenn etwas passiert die Versicherung die Regulierung unter Umständen ablehnen oder minimieren kann, sollte keine geeignete Bereifung benutzt worden sein.
Die zukünftige Reifenetikette
Wer Geräte wie einen Kühlschrank oder eine Waschmaschine kauft kennt die bunten Aufkleber die einem über die Energieklasse, etc. Auskunft geben. So kann man leicht einen Stromfresser erkennen. Ab November 2012 wird es diese Art der Etikettierung auch für neue Reifen geben (wird dann in Europa Pflicht).
Wichtige Infos wie z.B. Angaben zum:
- Nassbremsverhalten
- zum Kraftstoffverbrauch
- zum Abrollgeräusch
können dann dem Reifenkäufer bei seiner Entscheidung für einen Reifen helfen. Halten wir für eine gute Sache.